Wenn Sicherheit teuer verkauft wird – oder: Dormagen und die Kunst der nachhaltigen Überhöhung

Man könnte meinen, Trödelmärkte seien Ort der Schnäppchenjagd und des Charmes der Stadtentwicklung. Doch am letzten Sonntag in Grevenbroich hat sich mir eine andere Lektion aufgedrängt: Sicherheit bei Veranstaltungen lässt sich auch ohne XXL-Budget anlegen – man muss nur die richtigen Polit-Großfinanzierer aus dem Hut zaubern, pardon, aus dem Etat ziehen. Grevenbroich zeigte: Es geht auch kostengünstig und eher wartungsfrei. In Dormagen hingegen schwebt man offenbar auf der sicheren Seite der “Wartungsintensiven und sehr teuren Variante” der Stadtabsicherung. Mission erfüllt, oder?

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Stadt verschenkt Feuerwehrfahrzeug nach Chipata

Es ist schon verrückt, wie die Stadt Dormagen mit Equipment umgeht, das die Bürger durch Steuerabgaben finanziert haben. In der vergangenen Woche liest man noch davon, dass die Kitabeiträge um 30 Prozent erhöht werden, und wenige Tage später hört man, dass die Stadt 50.000 Euro verschenkt – zuzüglich einer Transfergebühr von rund 9.000 Euro. Man könnte sagen: Ein Schnäppchen, wenn man gern Geld aus dem Fenster wirft und die Bürgerinnen und Bürger dabei völlig entspannt zuschauen lässt.

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Neubau eines Sozialkaufhauses in Dormagen – Versunkene Millionen oder rein opportunistische Politik?

Es klingt wie eine falsche Frage in einer Wallet voll Schulden: Warum genau jetzt ein 5-Millionen-Euro-Neubauprojekt für ein Sozialkaufhaus in Dormagen, direkt gegenüber dem neu errichteten Tafel-Gebäude? Die Argumente klingen auf den ersten Blick sinnvoll – zusätzliche Einnahmen, sozialpolitische Wirkung, ein Standort, der Besuchern Parkplätze bietet –, doch hinter dem Vorhang lauert die unbequeme Gegenfrage: Woher kommt das Geld, und wem nützt diese Investition wirklich?

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