Liebe Reitsportler,
warum wende ich mich an Euch? Ganz einfach: Viele von Euch sind vermutlich nicht nur mit dem Pferd unterwegs, sondern sitzen genauso im Auto oder fahren vielleicht sogar selbst Fahrrad. Deshalb kennt Ihr sicherlich auch die Situationen, über die sich andere Verkehrsteilnehmer regelmäßig aufregen.
Als Rennradfahrer weiß ich selbst, dass Radfahrer manchmal nerven können – besonders wenn in Zweier- oder sogar Dreierreihen gefahren wird. Das ärgert mich übrigens ebenfalls. Aber was mich deutlich mehr stört, ist ein anderes Thema: Pferdeäpfel auf Rad- und Gehwegen.
Natürlich ist völlig klar, dass ein Pferd sich unterwegs erleichtern muss. Dafür kann niemand etwas. Was allerdings schwer nachvollziehbar ist: Warum bleibt der Haufen anschließend mitten auf dem Weg liegen?
Jeder Hundebesitzer riskiert ein Bußgeld, wenn er die Hinterlassenschaften seines Hundes einfach liegen lässt. Bei Pferden scheint das dagegen oft als selbstverständlich akzeptiert zu werden. Für Radfahrer, Spaziergänger oder Familien mit Kinderwagen ist das allerdings alles andere als angenehm – besonders nach Regen, wenn sich die Hinterlassenschaften in eine großflächige, rutschige und schlicht widerliche Masse verwandeln.
Und wir reden hier eben nicht von einem kleinen Hundehaufen, sondern teilweise von mehreren Kilo mitten auf dem Radweg.
Dabei verlangt niemand Unmögliches. Es würde oft schon reichen, eine kleine Schaufel mitzunehmen und den Haufen wenigstens an den Rand des Weges zu räumen. Ja, angenehm ist das sicher nicht. Aber Hundebesitzer sammeln die Hinterlassenschaften ihrer Tiere schließlich auch ein – aus Rücksicht auf andere.
Am Ende geht es einfach um gegenseitigen Respekt. Jeder möchte Wege und Straßen nutzen können, ohne andere unnötig zu behindern oder sich über deren Hinterlassenschaften ärgern zu müssen. Wenn alle ein wenig mehr Rücksicht nehmen würden, wäre vielen geholfen.
Deshalb einfach die Bitte: Denkt einmal darüber nach. Vielen Dank.