Liebe Dormagener Bürger,
dass unserer Dorfpresse zu diesem Thema nichts Besseres einfällt, war leider absehbar. Eine drastische Steuererhöhung wird plötzlich als „Werkzeug gegen Spekulation am Wohnungsmarkt“ verkauft. Früher nannte man so etwas schlicht Enteignung durch die Hintertür…
Liebe Dormagener Bürger,
dass unserer Dorfpresse zu diesem Thema nichts Besseres einfällt, war leider absehbar. Eine drastische Steuererhöhung wird plötzlich als „Werkzeug gegen Spekulation am Wohnungsmarkt“ verkauft. Früher nannte man so etwas schlicht Enteignung durch die Hintertür.
Besonders erschreckend ist, dass selbst die CDU diesen Antrag unterstützt. Von SPD und den üblichen Ja-Sagern war ohnehin nichts anderes zu erwarten. Nicht einmal den korrekten Hebesatz bekommt die Dorfpresse hin: Es sind 3050 Prozent.
Für Bürgermeister Lierenfeld scheint eine Erhöhung von 400 oder 500 Euro auf 2.000 Euro und mehr keine Enteignung zu sein. Wer allerdings in der Besoldungsgruppe B7 (Gehaltsgruppe für Bürgermeister in NRW) sitzt und monatlich über 11.000 Euro verdient, verliert offenbar schnell den Bezug zur Realität vieler Bürger.
Was ebenfalls verschwiegen wird: Einige dieser Grundstücke wurden der Stadt Dormagen bereits 2025 und sogar früher zum Kauf angeboten. Damals bestand seitens der Stadt keinerlei Interesse. Heute versteht man auch warum: Statt marktgerechter Preise setzt man Eigentümer nun massiv unter Druck, damit sie ihre Grundstücke weit unter Wert verkaufen.
Viele Bürger besitzen ihre Häuser und Grundstücke seit Jahrzehnten, haben sie gepflegt, investiert und erhalten. Von der Verwaltung kam in all den Jahren weder Unterstützung noch Anerkennung — kein Gespräch, kein Dankeschön, nichts.
Natürlich hoffen Menschen beim Verkauf ihres Eigentums auf eine Wertsteigerung. Das ist legitim und völlig normal. Dem jedoch mit einer Verfünffachung des Hebesatzes entgegenzutreten, obwohl die Stadt zuvor Kaufangebote ausgeschlagen hat, ist nicht nur dreist, sondern zutiefst unsozial.