Es klingt ja erstmal gut: Die Menschen sollen entlastet werden. Doch wenn man sich die Zahlen einmal genauer anschaut, stellt sich schnell die Frage, wer hier eigentlich wirklich entlastet wird.
Da sind zum Beispiel zwei sogenannte Bundestags-Newcomer. Diese erhalten zusätzlich zu ihrer ohnehin schon üppigen Diät eine steuerfreie Pauschale von über 5.600 Euro – monatlich. Wofür genau diese Zahlung gedacht ist, bleibt für viele völlig unklar. Und als wäre das nicht genug, kommt im Juni noch eine Erhöhung der Diäten um rund 500 Euro pro Monat hinzu. Das entspricht einer zusätzlichen „Entlastung“ von etwa 6.000 Euro im Jahr.
Doch damit nicht genug: Erste-Klasse-Bahntickets, Dienstwagen auf Kosten der Steuerzahler, mehrere Büros in Berlin sowie rund 28.000 Euro monatlich für Mitarbeiter gehören ebenfalls zur Ausstattung. Und genau diese Personen sprechen davon, die Bürger entlasten zu wollen.
Dem gegenüber steht der ganz normale Arbeitnehmer. Jemand, der laut Tabelle etwa 2.000 Euro brutto im Monat verdient, soll durch diese Maßnahmen gerade einmal rund 19 Euro monatlich mehr zur Verfügung haben. 19 Euro – das ist kaum mehr als ein Wocheneinkauf in Zeiten steigender Preise.
Und während Politiker von Entlastung sprechen, sieht der Alltag vieler Menschen ganz anders aus: Miete muss selbst gezahlt werden, ebenso wie Sprit oder Bahntickets. Wer Urlaubsgeld, Prämien oder Weihnachtsgeld bekommt, merkt schnell, dass auch hier der Staat kräftig zugreift. Versicherungen, die notwendig sind, kommen zusätzlich obendrauf. Und selbst Dinge, die den Alltag erleichtern könnten – wie etwa eine Haushaltshilfe – muss man komplett aus eigener Tasche finanzieren.
Da stellt sich am Ende eine berechtigte Frage: Für wen genau ist diese „Entlastung“ eigentlich gedacht?
